Der Hund im Garten – so machst du deinen Garten richtig hundesicher

Hund im Garten - So machst du den Garten hundesicherWie macht man aus einem Garten eigentlich einen hundesicheren Garten?

Wie schütze ich meinen Hund vor Verletzungen oder gar Vergiftungen? Und wie kann ich meinen Hund im Garten vielleicht sogar sinnvoll beschäftigen?

Ich zeige dir hier wesentliche Punkte, um deinen Garten nicht nur sicher, sondern auch schön und interessant für deinen Hund zu gestalten.

Außerdem erfährt du, worauf du ganz besonders achten solltest und welche Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten es für deinen Hund gibt.

Den Garten richtig eingrenzen

Klar, das mitunter wichtigste in Bezug auf die Sicherheit für den Hund im Garten ist ein stabiler Hundezaun, der den Garten bzw. das Grundstück eingrenzt.

Dazu empfehle ich entweder Holzzäune oder Metallzäune mit einer ausreichenden Höhe. Außerdem sollte der Zaun ausreichend tief und fest im Boden verankert sein. Das erreicht man entweder mit Bodenhülsen, die in den Boden geschlagen werden, oder mit dem Einbetonieren der Zaunpfosten.

Um klarer zu zeigen, wie ein optimaler Hundezaun beschaffen sein sollte, habe ich folgende 4 Punkte definiert:

  • der  Zaun sollte mindestens 2 bis 3 Mal so hoch sein wie der Hund, damit er den Zaun nicht überspringen kann
  • der Zaun sollt engmaschig genug sein, sodass der Hund nicht hindurch gelangt
  • der Zaun sollte tief genug befestigt sein, dass der Hund sich nicht unter dem Zaun durch graben kann (alles schon erlebt 😉 )
  • der Zaun darf keine verletzungsgefährdenden Elemente haben – wie bspw. Stacheldraht o.ä.

In erster Linie geht es natürlich darum, dass der Hund nicht ungehindert auf die Straße gelangen kann, sondern möglichst im Garten bleibt.

Aber es gibt noch weitere Dinge, die man als verantwortungsbewusster Hundehalter beachten sollte.

Giftige Pflanzen (entfernen)

Giftige Pflanzen für Hunde im Garten
Giftige Pflanzen im Garten sollte man bestenfalls entfernen und/oder mit dem Hund trainieren, dass Pflanzen generell nicht angeknabbert werden sollen.

Auch wenn man es kaum glauben mag. Im Garten tummeln sich schnell mal für Hunde giftige Pflanzen, die man eigentlich nur in guter Absicht gekauft hat.

Was macht man jetzt damit? Direkt entfernen oder den Hund richtig gut darauf trainieren, dass er an Pflanzen nicht zu knabbern oder zu lecken hat?

Beides ist möglich. Wobei absolute Sicherheit nur dann gewährt ist, wenn man schlichtweg keine giftigen Pflanzen im Garten hat.

Klar, man kann Hunden beibringen, dass „Pflanzenknabbern“ keine gute Idee ist. Das funktioniert meist auch ganz gut. Besser ist es dennoch, das zu vermeiden. So muss man den eigenen Vierbeiner auch nicht ständig im Blick haben.

Ich muss aber dazu erwähnen, dass wir auch durchaus ein paar der Pflanzen aus der Liste unten in unserem Garten haben. Manche sind eben mehr, andere weniger giftig. Krokusse und Narzissen gibt es im Frühling bei uns eben auch. Da weiß ich aber, dass auf meine Hunde Verlass ist. Ich vermeide es jedoch, mir eine Engelstrompete oder Fingerhut für den Garten anzuschaffen. Auch wenn diese Pflanzen sehr hübsch anzusehen sind, sind sie dennoch ziemlich giftig.

Aber welche Pflanzen sind eigentlich für den Hund giftig?

Hier ein Auszug häufig vorkommender Pflanzen in Gärten, die für Hunde giftig sind:

  • Akelei
  • Azalee
  • Bärlauch
  • Begonie
  • Blauregen
  • Buchsbaum
  • Calla
  • Christrose
  • Eibe
  • Eisenhut
  • Efeu
  • Engelstrompete
  • Fingerhut
  • Geranien
  • Goldregen
  • Herbstzeitlose
  • Holunder
  • Hyazinthe
  • Kartoffel
  • Krokus
  • Küchenschelle
  • Lebensbaum
  • Leberblümchen
  • Lilie
  • Lupine
  • Maiglöckchen
  • Märzbecher
  • Narzissen
  • Oleander
  • Petunie
  • Pfaffenhütchen
  • Primel
  • Rittersporn
  • Schnittlauch
  • Seidelbast
  • Tabak
  • Wandelröschen
  • Woflsmilchpflanzen
  • Yucca
  • Zwiebel

Sollte dein Hund tatsächlich mal an so einer Pflanze geknabbert haben oder sogar größere Mengen zu sich genommen habe, such bitte umgehend den Tierarzt deines Vertrauens auf.

Andere Gefahrenquellen entfernen

Biologischer Dünger Kompostgut
Als Hundehalter sollte man im Garten auf chemischen Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten. Kompostgut bietet sich bspw. wunderbar als biologischer Dünger an.

Im Garten können nicht nur giftige Pflanzen zur Gefahr für den Hund werden. Auch andere Gegenstände haben schon für so manchen Hundeunfall gesorgt.

Du solltest beispielsweise darauf achten, dass im Garten keine scharfkantigen oder spitzen Gegenstände herumliegen. Das können Gartengeräte (Gartenschere oder auch Harke etc.) sein, aber auch Glassplitter, Plastiksplitter oder scharfkantige Bleche, sowie verrostete Gegenstände solltest du unbedingt entfernen.

Dein Hund kann sich aufgrund solcher scharfkantigen oder spitzen Gegenstände die Pfoten verletzen, was ziemlich schmerzhaft und eine lange Wundheilung nach sich zieht. Aber auch andere Körperteile können beim Toben oder Rennen verletzt werden. Deshalb: lieber weg mit solchen Dingen.

Solltest du mal Rosenpflanzen oder andere Pflanzen mit Stacheln und Dornen schneiden, entsorge die Abschnitte am besten direkt. Das gilt auch für Äste, giftige Pflanzen und Baumschnitt. Am besten gleich direkt in die Biotonne, auf den Kompost oder zum Recyclinghof damit, ehe dein Hund darauf kaut oder sich verletzt.

Ebenfalls absolut tabu ist Stacheldraht im Garten, wenn sich dort auch ein Hund aufhält.

Wir verzichten zudem auch auf jegliche chemische Dünger und andere chemische Mittel, wie Rasendünger, Schneckenkorn oder auch Dünger für andere Pflanzen.

Wir düngen stattdessen mit Hornspähne, die in direkt in den Boden unter den Pflanzen eingearbeitet wird und Kompostgut. Dazu empfehle ich dir wärmstens, einen Thermokomposter. Das Kompostieren geht damit super einfach und super schnell. In der Regel haben wir im Frühling und Sommer schon nach ein paar Wochen hervorragendes Kompostgut. Schnecken halte ich hingegen mit Bierfallen fern und den Rasen dünge ich (wenn überhaupt) mit Bio-Dünger. Andere chemische Schädlingsbekämpfungsmittel kommen mir gar nicht ins Haus – oder eben in den Garten 😉 .

Dabei geht es nicht nur darum, dass Hunde Schneckenkorn zum Beispiel selbst fressen könnten. Wichtig ist auch zu verstehen, dass Rasendünger zum Beispiel auch an den Hundepfoten haften bleibt. Leckt sich der Hund danach die Pfoten ab, nimmt er den chemischen Dünger auf. So kann es durchaus zu Vergiftungen kommen.

Einen Ruheplatz für den Hund im Garten schaffen

Ruheplatz im Garten - die Hundehütte
Die meisten Hunde lieben ihre Hundehütte als Rückzugsort. Andere bevorzugen den Rasen oder den Platz unter der Hecke.

Viele Hunde halten sich sehr gern im Garten auf. Besonders im Frühling und Sommer kann man dort ein exzellentes Nickerchen machen und bekommt doch noch so viel von der Welt mit.

Mein Rüde liegt aber auch im Winter und Herbst sehr gern im Garten und auf der Terrasse herum. Sein Malamute-Fell lässt das durchaus zu und solange er gern draußen liegt, soll er das auch tun dürfen.

Im Sommer liegt er jedodch am liebsten in einem extra ausgegrabenen Erdloch unter der Hecke :-). Diesen Platz lasse ich ihm auch, weil das Erdreich Kühlung bietet und die Hecke Schatten spendet.

Meine Hündin hingegen liegt am liebsten in der Sonne oder im Halbschatten. Da sie jedoch schon etwas älter ist und sie auch nur kurzes Fell ohne großartiges Unterfell hat, hat sie auch eine Outdoor Hundematte im Garten liegen. Diese nutzt sie sehr gern, wenn es etwas kühler ist oder sie gern etwas weicher liegen möchte.

Generell ist es natürlich kein „Muss“ dem Hund im Garten auch einen Ruheplatz zu schaffen. Schließlich legen sich die Vierbeiner auch gern genüßlich auf den Rasen und machen dort ihr Nickerchen.

Ich habe jedoch festgestellt, dass meine Hündin die Outdoor Hundematte an einer ruhigen und halbschattigen Ecke der Terrasse zu schätzen weiß und diese auch sehr gern nutzt. In solchen Fällen macht ein Ruheplatz im Freien für den Hund durchaus Sinn.

Absolut beliebt sind natürlich auch die klassischen Hundehütten. Sie bieten dem Hund nicht nur einen optimalen überdachten Rcükzugsort. Sie sind mittlerweile auch echte Hingucker.

Beschäftigung für den Hund im Garten

Ein Garten ist schnell erkundet. Und da manche Hunde auch nur zu gern dazu neigen, Unfug zu treiben, wenn ihnen langweilig ist, ist sinnvolle Beschäftigung das A und O.

Hier zeige ich dir ein paar Dinge, die ich mit meinen Hunden im Garten zu Beschäftigung so mache.

Schnüffelspiele und Suchspiele

Suchspiele für Hunde im Garten
Such- und Schnüffelspiele machen nahezu jedem Hund Spaß und lasten Kopf und Körper des Hundes toll aus.

Schnüffeln und Suchen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen meiner Hunde. Außerdem lastet man Hunde so richtig gut aus, wenn sie mit der Nase arbeiten müssen. Oft ist es bei meinen Hunden sogar so, dass sie nach 20 bis 30 Minuten „Nasenarbeit“ völlig fertig sind und erstmal ein Nickerchen machen wollen.

Im Frühling und Sommer bietet es sich beispielsweise richtig gut an, das Futter nicht einfach nur in den Napf zu geben und den Hund dort fressen zu lassen. Man kann das Futter nämlich auch sehr gut in kleinen Portionen im Garten verstecken.

Ich lasse meine Hunde dazu immer auf der Terrasse sitzen und sie dürfen mir dabei zusehen, wie ich das Futter verstecke. Auf ein Signal hin dürfen sie dann mit der Suche nach dem Futter beginnen. Es gibt etliche gute Verstecke für Hundefutter. Zum Beispiel an niedrigen Ästen von Bäumen, hinter Steinen, zwischen Holzscheiten, unter der Hecke usw.. Da kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen :-).

Damit keine Futterreste im Garten übrig bleiben, merke ich mir dir Anzahl der Verstecke und achte auch darauf, dass meine Hunde alle Verstecke finden. Zur Not helfe ich dann einfach nach, falls ein Versteck mal zu schwierig ist.

Wurfspiele und Apportieren

Bälle, Frisbee und Apportierbeutel fliegen bei uns natürlich auch regelmäßig durch die Luft. Nicht jeder Hund hat das Apportieren direkt auf dem Kasten. Aber man kann das mit einem Futterbeutel super trainieren. So forderst und förderst deinen Hund, machst etwas mit ihm gemeinsam und ihr stärkt eure Bindung.

Manchmal spielen wir auch einfach nur so mit dem Ball. Das muss natürlich auch mal sein.

Für den Sommer: Planschen im Hundepool

Im Sommer, wenn es so richtig warm und heiß wird, kommt bei uns auch jedes Jahr der Hundepool zum Einsatz.

Meine Hunde planschen darin wahnsinnig gern, um sich abzukühlen. Man kann den Hundepool aber auch super für Spiele und Beschäftigung nutzen. Meine Hündin sammelt beispielsweise sehr gern Dinge aus dem Pool. Bälle oder sogar Leckerchen aus dem Pool zu sammeln, ist für sie im Sommer ein Riesenspaß. Pools für alle Hundegrößen findest du übrigens bei hunde-pool.de.

 

Agility im eigenen Garten

Agility mit Hund im eigenen Garten
Auch im eigenen Garten kann man etwas Agility mit dem Hund trainieren.

Agility ist vielleicht nicht für jeden Hund das Richtige. Für agile und sportliche Hunde ist Agility aber eine super Sache, um im eigenen Garten Sport und Beschäftigung zu verbinden.

Dazu gibt es richtig tolle Agility-Sets für Hunde, die speziell für den eigenen Garten gedacht sind. Man muss also keine riesigen Rampen oder ähnliches aufstellen. Auch Tunnel, Slalom und Hürden kann man im Garten wunderbar und schnell als kleinen Parkour für den Hund aufbauen.

Wenn du bereits etwas Agility mit deinem Hund in der Hundeschule gemacht hast, hast du wahrscheinlich schon ein Bild davon, wie du deinen Hund am besten durch den Parkour führst.

Hast du mit deinem Hund noch nie zuvor Agility geübt, dann taste dich langsam heran. Gehe den Parkour langsam mit deinem Hund ab und motiviere und lobe ihn bspw. mit Leckerlies.

 

Welche Beschäftigung und Spiele machst du mit deinem Hund im Garten? Ich freue mich, wenn du deine Tipps unten im Kommentarfeld mit uns teilst.

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